Constantinople & Ablaye Cissoko

Jardins Migrateurs

Setar und Kora sind Instrumente mit herrlichem Klang, erst recht, wenn sie meisterhaft gespielt werden, wie auf “Jardins Migrateurs” (wandernde Gärten), dem gerade bei Ma Case erschienenen Album von Constantinople & Ablaye Cissoko.

Ablaye Cissoko ist ein senegalesische Kora-Spieler, Sänger und Komponist, der seit Jahren solo und in verschiedenen Projekte musiziert. In letzter Zeit hat er u.a. mit François Jeanneau, Omar Pene und Simon Goubert gearbeitet und ist regelmäßig in neue Stilrichtungen eingedrungen.

Das Ensemble Constantinople ist eine international gefragte Gruppe, deren Tätigkeit wahrlich weltumspannend ist. Es gibt wenige Länder, die sie noch nicht auf ihren Konzertreisen besucht haben.

Im Mittelpunkt von “Jardins Migrateurs” stehen Kiya Tabassian (Setar, Gesang) und Ablaye Cissoko (Kora, Gesang). Mit ihren Stimmen und Instrumenten gehen sie aufeinander zu und trennen sich wieder. Sie zeigen Gemeinsamkeiten auf, aber auch die Unterschiede. So ergibt sich der Eindruck eines Dialogs. Zwei Instrumente, zwei Musiker und zwei sehr verschiedene Kulturräume stehen sich hier nicht gegenüber, sondern sie stehen nebeneinander und umarmen sich.

“Jardins Migrateurs” bietet inspirierende akustische Musik, meist zart und leise, mit einem enormen Farbenreichtum. Absolut exotisch. Für Menschen, die hinhören können und sich Zeit nehmen.

Ach, gäbe es ein solch respektvolles Miteinander doch auch in der Politik!